Archiv der Kategorie 'Prensa (Español)'

ABSCHLUSSBERICHT DER DELEGATIONSREISE NACH HONDURAS

ABSCHLUSSBERICHT DER DELEGATIONSREISE NACH HONDURAS

München/Wien, 6.02.2011

Die in einem Netzwerk aus 28 kooperierenden Organisationen und Medien agierende Delegation aus zehn deutschen und österreichischen JournalistInnen und Angehörigen verschiedener Menschenrechtsorganisationen hielt sich vom 6. bis zum 20. Dezember 2010 in Honduras auf. (…)

http://www.hondurasdelegation.blogspot.com/search/label/Abschlussbericht

Blog: www.hondurasdelegation.blogspot.com
E-Mail: hondurasblog2010(at)gmail.com
Tel.: 0049-89-4485954 (Ökumenisches Büro, München)

Protestaktion in Honduranischer Botschaft -Berlin,13.12.2010

Berlin, 13.12.2010

Presseinformation

Protestaktion in Honduranischer Botschaft

Berlin. Eine Gruppe mit dem Namen „Queeres Bündnis Walter Tróchez“ hat, am Montag, den 13.12., in der Botschaft von Honduras gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem zentralamerikanischen Land protestiert. Mit der Übergabe eines Trauerkranzes wurde an die Ermordung des Menschenrechtsaktivisten Walter Tróchez vor einem Jahr erinnert. Der 27 Jahre alte Aktivist, der sich unter anderem für die Rechte von HIV-Positiven und Transgender-Personen einsetzte, war am 13. Dezember letzten Jahres in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa erschossen worden. Der Mord an Tróchez und Dutzenden weiteren honduranischen Bürger/innen wurde in Folge des Putschs vom 28. Juni 2009 verübt. Bis heute hat es keine Untersuchung der Morde gegeben, die Täter wurden nicht bestraft. In einem offenen Brief an den honduranischen Botschafter forderte die Gruppe ein Ende der staatlichen Verfolgung und eine Aufarbeitung der Verbrechen. Dies war bereits am 6.Dezember vom Lateinamerika-Beauftragten der US-Regierung, Arturo Valenzuela, bei einem Besuch in Honduras gefordert worden.

----

Berlin, December 13th 2010

Protest at the Honduran Embassy – Berlin/Germany

Human rights activist group „Walter Tróchez Queer Alliance“ rallied in front of the Honduran Embassy in Germany to call attention to
the continued human rights violations in this Central American country. They handed over a wreath in memory of murdered human rights activist
Walter Tróchez, a 27 year old activist who fought for human rights of persons living with HIV and of transgender persons. Walter was shot dead -
murdered on December 13th last year in the Honduran capital Tegucigalpa. Walter’s murder as well as the assassination of dozens of other citizens
were related to the June 28th, 2009 coup d‘ état. To this day, the crimes have not been resolved and the criminals have not been brought to justice.
An open letter was directed to the Honduran Ambassador appealing for a thorough investigation and an end to state support crime against its
citizens. Arturo Valenzuela, United States Assistant Secretary of State for Western Hemisphere Affairs, called for an end to impunity on December 6th.

-----
Berlín, 13 de diciembre de 2010

Comunicado de prensa

Protesta en embajada hondureña en Alemania

Berlín. Un grupo de activistas convocados por la „Alianza Queer Walter Tróchez“ ha protestado hoy, lunes 13 de diciembre, en la embajada hondureña en Alemania contra las continuadas violaciones de Derechos Humanos en Honduras. A través de la entrega de una corona de luto conmemoraron el asesinato al defensor de los derechos humanos, Walter Tróchez, ocurrido hace un año. El activista de 27 años, que luchó junto a otros por los derechos de las personas VIH positivos y transgénero, fue baleado en Tegucigalpa el día 13 de diciembre del año pasado. El asesinato de Tróchez, así como de docenas de otros/as ciudadanos/as hondureños/as más, se cometieron a raíz del golpe de estado del 28 de junio del 2009. Hasta hoy ni se investigaron los crímenes ni se castigaron a los perpetradores. En una carta abierta al embajador de Honduras en Alemania, el grupo exigió fin a la persecución estatal, así como una investigación eficiente de los crímenes de lesa humanidad, cometidos no sólo durante el Golpe de estado, sino también durante el gobierno de Porfirio Lobo Sosa.

http://www.flickr.com/photos/queeresbuendniswaltertrochez/
http://www.youtube.com/user/QBWT

---

An den Botschafter der Republik Honduras, S.E. Herr Efraín Aníbal Díaz Arrivillaga

An den Botschafter der Republik Honduras, S.E. Herr Efraín Aníbal Díaz Arrivillaga:

Aus Anlass des ersten Todestages des honduranischen Bürgers Walter Tróchez, der am 13. Dezember 2009 in Tegucigalpa ermordet wurde, überreichen wir Ihnen zum Zeichen der Anteilnahme mit den Angehörigen und Freund/innen dieses Trauergebinde. Wir bitten Sie, Walters Angehörigen unser Mitgefühl zu übermitteln, und fordern Sie auf, sich für eine Aufklärung dieses und aller weiteren Verbrechen seit dem Putsch vom 28. Juni 2009 einzusetzen.
Wir gedenken mit Walter Tróchez eines Aktivisten, der sich selbstlos für die Rechte von Transgendern und HIV-Positiven engagiert hat. Nach dem Putsch setzte er sich trotz fortgesetzter Bedrohungen und Einschüchterungsversuche – zusammen mit Tausenden anderen honduranischen Bürger/innen – für die Wiederherstellung der Demokratie in Honduras ein. Dafür bezahlte er mit dem Leben.
Walter Tróchez steht heute stellvertretend für Dutzende weitere Opfer in Folge des Putschs. Menschen, die durch staatliche Organe und Kriminelle rücksichtslos ermordet wurden, weil sie die Demokratie verteidigten oder aufgrund ihrer Lebenssituation leichte Opfer waren. Zum Ziel der Angriffe wurden Menschenrechtsverteidiger/innen, Student/innen, Bauernführer/innen, Gewerkschafter/innen, kritische Journalist/innen, Transgender-Personen.
Die Morde gehen weiter. Auch nach der Amtsübernahme durch die Regierung Lobo am 27. Januar 2010. Trotz anderslautender Beteuerungen ist die Regierung offensichtlich nicht willens und nicht in der Lage, das Leben der honduranischen Bürger/innen zu schützen. Bedrohungen und Einschüchterung sind an der Tagesordnung. Seit März wurden mindestens zehn Journalist/innen in Honduras umgebracht. Am 31. August 2010 wurden die Trans*-Aktivistinnen Imperia Gamaniel Parson und Neraldys von der Organisation Colectivo Unidad Color Rosa (Colectivo TTT) in San Pedro Sula ermordet. Am 15. November töteten Paramilitärs 6 Aktivist/innen der Bauernbewegung Aguán (MCA).
Anders als die deutsche Friedrich-Naumann-Stiftung, die beste Beziehungen zu Ihrer Regierung unterhält – so wie zuvor zu der Putschregierung unter Roberto Micheletti – möchten wir Ihnen ausdrücken, dass für uns Menschenrechte einen höheren Stellenwert haben als ökonomische Interessen. Wir halten es für unsere Pflicht, angesichts der Verbrechen in ihrem Land nicht zu schweigen. Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch eine Verantwortung für sein Handeln hat. Wer Unrecht begeht, Verbrechen zu vertuschen sucht und die Demokratie mit Füßen tritt, muss zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.
Deshalb fordern wir:

- Keine Wiederholung der Verbrechen der 80er Jahre in Honduras!
- Schluss mit der staatlichen Verfolgung der politischen Aktivist/innen und Schutz
aller Honduraner/innen vor paramilitärischem Terror!
- Aufklärung der seit dem 28. Juni 2009 begangenen Verbrechen!
- Schluss mit der anhaltenden Straflosigkeit für Putschist/innen und Mörder/innen!
- Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung, wie bereits von mehr
als 1,3 Millionen Honduraner/innen per Unterschrift gefordert!

Nach den schrecklichen Erfahrungen Lateinamerikas während der Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts appellieren wir an Sie: Bekennen Sie sich zur Menschlichkeit! Seien Sie versichert, dass unsere Zivilgesellschaft nicht zu den Morden schweigen wird, auch wenn so genannte Liberale aus Deutschland sich zu Ihren Komplizen machen. Wir sind davon überzeugt, dass sich Unrecht auf Dauer nicht durchsetzen wird.
Wir werden dafür sorgen, dass Walter Tróchez und die anderen Opfer nicht vergessen werden. Ihr Mut und ihre Ausdauer leben in uns weiter. Sie werden uns Vorbild für unser Engagement sein. Wir werden uns auch weiterhin für die Aufklärung ihrer Ermordung und für die Bestrafung der Täter/innen einsetzen!
Menschenrechte gelten universell!

Queeres Bündnis Walter Tróchez Berlin, den 13. Dezember 2010

------

Al Embajador de la República de Honduras, S.E. Señor Efraín Aníbal Díaz Arrivillaga:

Con motivo del primer aniversario de la muerte del ciudadano hondureño Walter Tróchez, asesinado el 13 de diciembre del 2009 en Tegucigalpa, le entregamos esta corona floral en testimonio de nuestra más profunda y sincera simpatía con las y los familiares y amigos de la víctima. Le rogamos comunicar nuestra condolencia a las y los relacionados de Walter y le exigimos hacer todo lo posible para aclarar este y todos los demás crímenes desde el golpe de Estado del 28 de junio del 2009.
Estamos conmemorando a Walter Tróchez, un activista que luchó de una manera altruista por los derechos de la comunidad transgénera y VIH positiva. Tras el golpe de Estado, a pesar de las continuadas amenazas e intentos de intimidación y junto con miles de otras personas hondureñas, se comprometió con la restitución de la democracia en Honduras. Pagó con su vida por este compromiso.
Walter Tróchez representa hoy docenas de más víctimas, asesinadas por consecuencia del golpe. Personas asesinadas cruelmente por órganos estatales y delincuentes, por defender la democracia o por ser víctimas fáciles debido a su situación de vida. Fueron asesinados defensores/as de Derechos Humanos, estudiantes, líderes campesinos/as, sindicalistas, periodistas críticos/as, personas transgénero.
Los asesinatos siguen. También tras la tomada del poder por el Gobierno Lobo el 27 de enero del 2010. Pese a las afirmaciones contrarias, es obvio que el actual Gobierno ni tiene la voluntad ni es capaz de proteger la vida de los ciudadanos y las ciudadanas de Honduras.
Las amenazas e intimidaciones son cotidianas. Desde el marzo de este año, en Honduras se asesinaron por lo menos diez periodistas. El 31 de agosto fueron asesinadas las activistas trans Imperia Gamaniel Parson y Neraldys de la organización Colectivo Unidad Color Rosa (Colectivo TTT) en San Pedro Sula. El día 15 de noviembre los paramilitares mataron a seis activistas campesinos/as del Movimiento Campesino del Aguán (MCA).
A diferencia de la Fundación Friedrich Naumann, que mantiene las mejores relaciones con su Gobierno, tal como anteriormente lo hizo con el Gobierno golpista de Roberto Micheletti, le manifestamos, que para nosotros y nosotras los Derechos Humanos importan más que los intereses económicos. Nosotros y nosotras consideramos nuestro deber no callarnos ante los crímenes que siguen cometiéndose en su país. Estamos convencidos/as de que cada persona tiene la responsabilidad por sus acciones. Quien comete injusticias e intenta ocultar crímenes, no respetando la democracia, tiene que responsibilizarse ante los tribunales y ser castigado.

Por tanto exigimos:
- ¡No repitan los crímenes de la década de los ‘80 en Honduras!
- ¡Alto a la persecución estatal de los y las activistas políticos/as, protejan a
todas las hondureñas y todos los hondureños del terror paramilitar!
- ¡La aclaración de los crímenes cometidos desde el 28 de junio del 2009!
- ¡Alto a la impunidad continuada para los y las golpistas y asesinos/as!
- ¡Convocatoria de una Asamblea Constituyente, tal como ya reclamada por las
firmas de 1,3 millones de hondureños/as!

Con vista a las terribles experiencias de América Latina durante las dictaduras del siglo pasado, le apelamos a declararse en favor de la humanidad. Esté seguro de que nuestra sociedad civil no se callará ante los asesinatos, aunque los/las llamados/as liberales de Alemania se hagan cómplices. ¡Estamos convencidos/as de que la injusticia a largo plazo no se impondrá!
Nosotros y nosotras nos encargamos de que no se olvidan ni Walter Tróchez ni las demás víctimas. Su valor y su perseverancia siguen viviendo en nosotros y nosotras. Seguirán como ejemplos para nuestro compromiso. ¡Seguiremos luchando por la aclaración de los asesinatos y por el castigo para los autores/las autoras!
¡Los Derechos Humanos son universales!

Alianza Queer Walter Tróchez Berlin, 13 de diciembre de 2010

---

To the Ambassador of the Republic of Honduras, H.E. Efraín Díaz Aníbal Arrivillaga:

To mark the first anniversary of the death of the Honduran citizen Tróchez Walter, on the13th of December 2009, who was murdered in Tegucigalpa, we present you in solidarity of and with deepest sympathy for the relatives and friends who mourn his death. We ask you to convey our sympathy to Walter’s family and friends and call upon you for an investigation into his murder and all other crimes since the coup on the 28th of June 2009. We honor Walter Tróchez, an activist who was selflessly committed to the rights of transgender and the HIV-positive. After the coup, he fought alongside thousands of Honduran citizens in spite of continued threats and intimidation for the restoration of democracy in Honduras. For this he paid with his life. Walter Tróchez is one example of dozens of other victims as a result of the coup. People who were ruthlessly murdered by state agents and criminals because they were defending democracy and were easy targets due to their living situation. The target of these attacks were human rights defenders, students, farmers, trade unionists, critical journalists, transgender people. The murders continue even after Lobo took control of the government on the 27th of January 2010. Despite assurances otherwise, the government is apparently unwilling and unable to protect the lives of Honduran citizens. Threats and intimidation are commonplace. Since March, at least ten journalists were killed in Honduras. On the 31st of August 2010 trans*- activists Imperia Gamaniel Parson and Neraldys of the organization Colectivo Unidad Color Rosa (Colectivo TTT) were murdered in San Pedro Sula. On the 15th of November paramilitaries killed six activists of the Peasant Movement Aguán (MCA). Unlike the German Friedrich Naumann Foundation, who enjoys excellent relations with your government as they did under the coup government lead by Roberto Micheletti, we want to express to you that human rights are a higher priority than economic interests. We consider it our duty in the face of crime in your country not to remain silent. We believe that every person has a responsibility for their actions. Anyone who commits injustice, seeks to cover up their crimes and tramples on democracy must be held accountable for their actions and punished.

Therefore we demand:
No repetition of the crimes commited in the 1980’s in Honduras!
End the state persecution of political activists!
Protection of all Hondurans from paramilitary terror!
Investigate, resolve the crimes committed since the 28th of June 2009! An end to the ongoing impunity for putschists and murderers!
Convene a Constituent Assembly, as per the petition signed by more than 1.3 million Hondurans!

After the terrible experiences in Latin America during the dictatorships of the last century, we appeal to you: Stand up for humanity! Rest assured that society will not be silenced about the murders, even when so-called liberals from Germany support your complicity. We believe that injustice will not prevail in the long run. We will ensure that Walter Tróchez and the other victims are not forgotten. Their courage and perseverance lives on in us. They are our role models for our actions. We will continue to call for an investigation of those murders and for the punishment of the perpetrators!
Human rights are universal!

Walter Tróchez Queer Alliance Berlin, the 13th of December 2010