Presse

Neue Morde an Oppositionellen in Honduras

15 tote Journalisten alleine in den vergangenen 18 Monaten. Demokratiebewegung spricht von gezielten Terror gegen Aktivisten

Von Johannes Schwäbl, Oaxaca
amerika21.de (21.9.2011)

Tegucigalpa. In Honduras nehmen die Drohungen und Morde an kritischen Journalisten sowie Aktivisten der Demokratiebewegung erheblich zu. So wurde am 8. September Medardo Flores, Mitarbeiter des Radiosenders UNO in San Pedro Sula und Aktivist der neu gegründeten Partei FARP, ermordet. Der 61-jährige wurde von Unbekannten erschossen als er sich mit dem Auto auf dem Heimweg befand.

Nur wenige Stunden zuvor hatten ebenfalls Unbekannte in der Hauptstadt Tegucigalpa den Aktivisten Mahadeo Roopchano Sadloo Sadloo, eine der Symbolfiguren der Demokratiebewegung und ebenfalls bekannter Unterstützer der FARP, ermordet. Sadloo war in Honduras unter dem Spitznamen Emo als einer der Köpfe der Demokratiebewegung bekannt.

In einem Fernsehinterview sprach Ex-Präsident Manuel Zelaya, dem beide Opfer nahestanden, von geplanten Morden an Oppositionellen. Ziel sei es, den Widerstand gegen das amtierende De-facto-Regime unter Führung des Unternehmers Porfirio Lobo zum Schweigen zu bringen.(…)

http://amerika21.de/nachrichten/2011/09/40339/morde-opposition-hondura

Putsch-Verteidiger soll Entwicklungshilfe leiten

Kritik an Berufung von Vertreter der Naumann-Stiftung in Ministerium. Mitarbeiter hatte Umsturz in Honduras 2009 befürwortet

von Herbert Neuber, amerika21.de (20.9.2011)

Berlin/Tegucigalpa. Während die FDP im Superwahljahr 2011 beinahe von der politischen Bildfläche verschwunden ist, sorgt die parteinahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt) weiter für Konflikte im politischen Berlin. So haben mehrere Vertreter der Opposition im Bundestag die Versetzung des umstrittenen bisherigen Stiftungsvertreters in Honduras, Christian Lüth, in das Entwicklungsministerium (BMZ) kritisiert. Lüth war zum Zeitpunkt des Putsches gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung des mittelamerikanischen Landes Ende Juni 2009 Leiter des FNSt-Büros in Honduras. Vertreter deutscher Parteien, von Nichtregierungsorganisationen und der honduranischen Demokratiebewegung warfen Lüth vor, den Sturz des damaligen Präsidenten Manuel Zelaya befürwortet zu haben.(…)

http://amerika21.de/nachrichten/2011/09/40304/naumann-bmz-honduras

Ausstellung Berlin 8.9. bis 3.10. 2011: Proudly African & Transgender

Amnesty International und TrIQ laden ein:

Ausstellung


Proudly African & Transgender.
A cultural intervention for social justice.

Zeichnungen von Gabrielle Le Roux (Südafrika)
mit Beiträgen der porträtierten Aktivist_innen auf den Bildern

8.9. bis 3.10. täglich von 10-18 Uhr
in den Räumen von TrIQ e.V.
Glogauer Str. 19, 10999 Berlin

Rahmenprogramm:

07.9. 19:00 Ausstellungseröffnung mit Victor Mukasa (Uganda/Südafrika) und Gabrielle Le Roux (Südafrika)

09.9. 19:00 Die Entwicklung der afrikanischen Trans*bewegung,Vortrag von Victor Mukasa (Uganda/Südafrika) und Diskussion

10.9. 17:00 Führung durch die Ausstellung

10.9. 20:00 Ausblick auf das Türkei-Projekt „Proudly Trans in Turkey“

11.9. 17:00 Führung durch die Ausstellung

11.9. 20:00 Film: Difficult Love – Doku Südafrika 2010, Zanele Muholi/Peter Goldsmid

14.9. 20:00 Film: Kuchus of Uganda – Doku Uganda 2008, Mathilda Piehl

3.10. 19:00 Finissage – mit Wigstöckel

(Alle Veranstaltungen finden in den Räumen von TrIQ e.V. statt, der Eintritt ist frei.)

Wir würden uns sehr über Ihre Berichterstattung freuen.
Sowohl die Künstlerin als auch der ugandische Menschenrechtsaktivist Victor Mukasa
stehen für Interviews zur Verfügung (7.-14. September, ).

Weitere Informationen unter www.mersi-amnesty.de
und www.transinterqueer.de sowie auf Anfrage.

Wir bitten darum, die Termine an alle interessierten Stellen weiterzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Menschenrechte und sexuelle Identität (MERSI)
Amnesty International

http://www.mersi-amnesty.de
http://www.transinterqueer.de

Ende der Krise in Honduras?

Ende der Krise in Honduras?
Mit der Rückkehr Zelayas und der Wiederaufnahme des Landes in die OAS scheint die politische Krise nach dem Putsch zunächst beendet

Von Magdalena Heuwieser

amerika21.de

Am Samstag, den 28. Mai, reiste der im Juni 2009 aus dem Amt geputschte Ex-Präsident Manuel Zelaya nach über einjährigem Exil wieder in sein Heimatland ein. Zehntausende Menschen erwarteten seine Ankunft auf dem Platz Isis Obed, benannt nach dem ersten Opfer des Widerstands gegen den Putsch. Eine der zentralen Forderungen der Widerstandsbewegung FNRP, die sich nach dem Putsch gegründet hatte und inzwischen die größte soziale Bewegung des Landes darstellt, war die Rückkehr Zelayas und anderer Exilierter – und so war die Freude über dieses erreichte Ziel groß. Andere Forderungen sind die Einhaltung der Menschenrechte und die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Die zu großen Teilen hinter dem Widerstand stehende Bevölkerung erhofft sich nun, dass ein großer Schritt in Richtung einer demokratischen „Neugründung“ und Transformation des Landes gemacht wurde.


http://amerika21.de/analyse/34323/das-offizielle-ende-der-krise

Präsident Zelaya im Triumph nach Honduras zurückgekehrt

Honduras Ex-Präsident José Manuel Zelaya
Die Hoffnung trägt Hut

Knapp zwei Jahre nach dem Putsch ist der gestürzte Präsident Zelaya im Triumph nach Honduras zurückgekehrt. Doch die Macht der Putschisten ist ungebrochen. VON CECIBEL ROMERO



http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-hoffnung-traegt-hut/