Urgent Action Honduras 06/2012

Eilaktion zum Mordversuch gegen Mitglieder der indigenen Organisation
COPINH in Honduras.

Seit mehreren Wochen nehmen die Aggressionen durch staatliche
Sicherheitskräfte und bezahlte Mitarbeiter nationaler und internationaler
Unternehmen gegen die indigene Organisation COPINH (Consejo Cívico de
Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras) erneut zu. Zuletzt
versuchten Unbekannte am 13. Juni zwei Mitglieder des COPINH zu ermorden.
(http://amerika21.de/meldung/2012/06/52730/attentat-copinh)

Bertha Cáceres, Koordinatorin von COPINH, ist zur Zeit auf Rundreise in
Deutschland und hat vor wenigen Tagen den Eichstätter Shalompreis für
Frieden und Gerechtigkeit erhalten. Frau Caceres hat in einem Video nach
dem Attentat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten:
http://www.youtube.com/watch?v=5qs7PDYhOzM&feature=plcp

Aufgrund der jüngsten Aggressionen und der besorgniserregenden Situation
in Honduras bitten wir an der Aktion teilzunehmen. In der Vergangenheit hat
sich die Wirksamkeit internationaler Aufmerksamkeit für den Schutz vor
vergleichbaren Menschenrechtsverletzungen in Honduras immer wieder gezeigt.

Die Mails, Faxe und Briefe können an folgende Adressen geschickt werden:

GENERALSTAATSANWALT von Honduras:
Mailadressen: lrubi@mp.hn gsuazog@mp.hn
Fax: (00 504) 2221 5667
Postadresse:
Sr. Luis Alberto Rubí
Fiscal General de la República
Lomas del Guijarro
Avenida República Dominicana
Edificio Lomas Plaza II
Tegucigalpa
HONDURAS
(korrekte Anrede: Sr. Fiscal General / Dear Attorney General / Sehr
geehrter Generalstaatsanwalt)

MINISTERIN FÜR JUSTIZ UND MENSCHENRECHTE
Mailadresse: info@sjdh.gob.hn
Postadresse:
Ana Pineda
Ministra de Justicia y Derechos Humanos
Col. Lomas del Mayab
Ave. República de Costa Rica
Entre BAC-BAMER y BANHCAFE
Tegucigalpa MDC
HONDURAS

BOTSCHAFT DER REPUBLIK HONDURAS in Deutschland:
Mailadresse: informacion@embahonduras.de
Fax: (030) 3974 9712
Postadresse:
S.E. Herrn Efraín Anibal Díaz Arrivillaga
Cuxhavener Straße 14
10555 Berlin

Podiumsdiskussion Menschenrechte in Honduras – 26/06/12

Dienstag, 26/06/12 , 18:00 Uhr,
Haus der Demokratie:
Grelfswalder Str.4 Berlin26.06.12 18.00 Uhr

Podiumsdiskussion
Menschenrechte in Honduras und der europäische Freihandelsvertrag mit Zentralamerika.
Podiumsdiskussion mit Berta Cáceres, Mitbegründerin und Koordinatorin des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras
(COPINH)

mehr Info:http://cadeho.blogspot.de/

Politischer Protest der LGBT* in Honduras Fachgespräch und Dokumentarfilm

Informationen
Menschenrechte im Widerstand -
Politischer Protest der LGBT* in Honduras

Fachgespräch und Dokumentarfilm

Fernando Reyes, Aktivist, Diversitätsbewegung im Widerstand, Filmemacher, Honduras

Angelika Graf,
MdB (SPD), Mitglied des Menschenrechtsausschuss


Donnerstag, 27. Oktober 2011,
18.00 bis 20.00 Uhr

Film: En mis Tacones („Auf meinen Highheels“) Honduras 2010, 30 Min. (spanisch mit dt. Untertiteln)

Sprache: Simultandolmetschung spanisch-deutsch
Ort: FES, Hiroshimastraße 28, Berlin Tiergarten

* Abkürzung fürLesbian, Gay, Bi, Transgender

More Infos:
http://www.fes.de/lateinamerika/pdf_documents/Einladung%20Fachgespraech%20Honduras%2027.10.11.pdf

Gegen die Unsichtbarkeit – Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras:

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Gegen die Unsichtbarkeit – Fotoausstellung zum
Widerstand in Honduras:

Ausstellungseröffnung
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am 04.10.2011
um 19:00 Uhr

im EineWeltHaus
(Foyer und Saal)

Schwanthaler-Str. 80, 80336 München
U4/U5 Theresienwiese

Widerstand gegen die Putschist_innen in Honduras: ein politischer
Reisebericht

Seit dem Putsch im Juni 2009 gibt es in dem mittelamerikanischen Land
Honduras eine sehr breite und vielfältige Widerstandsbewegung. Frauen,
Kleinbäuer_innen, Lehrer_innen, Gewerkschaftler_innen, LGBT, Indigenas,
Afro-Honduraner_innen, Künstler_innen und viele andere bündeln ihre
Kämpfe in der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP).

Das aktuelle Regime hat mit Versprechungen der Rückkehr zur Demokratie
nach dem Putsch die Unterstützung der Regierungen der EU und Nordamerikas
gewonnen. In Honduras steht es aber nach wie vor für die Straflosigkeit
politischer Morde, die Interessen der reichsten Familien und die
Wiedereinführung des neoliberalen Wirtschaftsmodells.

Andrés Schmidt berichtet mit einem Bildvortrag von mehreren Besuchen in
Honduras, unter anderem Anfang September, wo er den Gründungskongress der
neuen Partei des Widerstands FARP verfolgte und den gestürzten
Präsidenten Zelaya traf. Er wird nicht nur von den Kämpfen zu erzählen,
die die Widerstandsbewegung trotz tödlicher Repression nach wie vor
führt, sondern auch, was das mit der Politik der EU und Deutschlands zu
tun hat und vor allem, wo hiesige und dortige soziale Bewegung zusammen
arbeiten können.

Neue Morde an Oppositionellen in Honduras

15 tote Journalisten alleine in den vergangenen 18 Monaten. Demokratiebewegung spricht von gezielten Terror gegen Aktivisten

Von Johannes Schwäbl, Oaxaca
amerika21.de (21.9.2011)

Tegucigalpa. In Honduras nehmen die Drohungen und Morde an kritischen Journalisten sowie Aktivisten der Demokratiebewegung erheblich zu. So wurde am 8. September Medardo Flores, Mitarbeiter des Radiosenders UNO in San Pedro Sula und Aktivist der neu gegründeten Partei FARP, ermordet. Der 61-jährige wurde von Unbekannten erschossen als er sich mit dem Auto auf dem Heimweg befand.

Nur wenige Stunden zuvor hatten ebenfalls Unbekannte in der Hauptstadt Tegucigalpa den Aktivisten Mahadeo Roopchano Sadloo Sadloo, eine der Symbolfiguren der Demokratiebewegung und ebenfalls bekannter Unterstützer der FARP, ermordet. Sadloo war in Honduras unter dem Spitznamen Emo als einer der Köpfe der Demokratiebewegung bekannt.

In einem Fernsehinterview sprach Ex-Präsident Manuel Zelaya, dem beide Opfer nahestanden, von geplanten Morden an Oppositionellen. Ziel sei es, den Widerstand gegen das amtierende De-facto-Regime unter Führung des Unternehmers Porfirio Lobo zum Schweigen zu bringen.(…)

http://amerika21.de/nachrichten/2011/09/40339/morde-opposition-hondura